Ist privater Hanfanbau in Deutschland erlaubt?

Ruhen iin auf der Wiese

 

Ist privater Hanfanbau in Deutschland erlaubt?

Die USA haben es bereits vorgemacht und das Cannabis sowie sämtliche CBD Produkte, einschließlich CBD Öl zu legalisieren. Viele Menschen in Deutschland gehen jetzt natürlich davon aus, das es auch hier nicht mehr lange dauern kann. Der erste Schritt ist mit Cannabis auf Rezept und dem Erwerb von CBD Produkten ja auch schon getan, so dass sich Patienten seit dem 10.3.2017 bei besonderen Erkrankungen vom Arzt Cannabishaltige Medikamente verschreiben lassen können und das ganz legal. Doch ist es als Privatperson auch erlaubt sich den Hanf einfach selber Anzubauen?

Privater Hanfanbau in Deutschland

Ob der private Hanfanbau erlaubt ist, können wir ganz klar mit NEIN beantworten.
Jetzt wo es das Hanf auf Rezept gibt, gibt es natürlich auch immer wieder Menschen, die mit der Verschriebenen Hanf Variante nicht so zufrieden sind und sich ihr Hanf lieber selber Anbauen möchten. Ist ja auch auf einer Art verständlich, den so weiß man genau wo das Produkt herkommt und kann die Qualität selber bestimmen. Doch ganz so einfach ist es nicht, den jegliche Art von Cannabis Bepflanzung beziehungsweise der konkrete Hanfanbau ist für Privatpersonen in Deutschland strengstens verboten und verstößt gegen das Betäubungsmittelgesetz, so fern keine entsprechende Zertifizierung vorliegt. Es gibt natürlich landwirtschaftliche Unternehmen diese über so eine Zertifizierung verfügen und somit berechtigt sind den sogenannten Nutzhanf anzubauen. Der Unterschied bei Nutzhanf ist, das diese Cannabispflanzen nur über eine ganz geringe Menge an THC Gehalt verfügen und somit mit, dass was viele denken, berauschende Gefühl nicht auslösen. Viel mehr wirkt es entspannt, beruhigend und kann positive Effekte bei vielen Erkrankungen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Chemotherapie, Multiple Sklerose und anderen Schmerztherapien hervorrufen. Auch findet es häufig Anwendung bei Nahrungsergänzungsmitteln
und wird häufig zu kapseln, CBD Öl oder anderen Produkten verarbeitet.

Der Anbau von Nutzhanf

Wie bereits oben erwähnt gibt es die Möglichkeit für Menschen die Selbstständigkeit oder Beruflich die Landwirtschaft betreiben, mit einem speziellen Zertifikat den sogenannten Nutzhanf anzubauen. Privatpersonen ohne diesen Titel ist dieser Anbau untersagt, dabei spielt es auch absolut keine Rolle ob männliche oder weibliche beziehungsweise Pflanzen mit viel oder wenig THC Gehalt. Es ist grundsätzlich verboten und man würden sich strafbar machen.

Wer darf Nutzhanf anpflanzen?

Nutzhanf darf laut dem 1 Abs. 4 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte (ALG) nur von Landwirten angebaut werden, deren betriebliche Fläche die im
§ 1 Abs. 5 ALG festgehalten Mindestgröße haben oder gar überschreiten. Ausnahmen sind im § 1 Abs. 2 S. 1 ALG festgehalten und bezieht sich auf Unternehmen die aus den Bereichen des Garten- und Weinbaus, der Forstwirtschaft, der Binnenfischerei, der Imkerei, der Teichwirtschaft und der Fischzucht sowie der Wander Schäferei oder auch Unternehmen die nach der VO (EU) Nr. 1307/2013 in der dafür geltenden Fassung infrage kommen und der dafür vorgesehenen Anbau ausschließlich aus Saatgut stammt, welches zertifiziert ist. Welche Sorten das genau sind können im landwirtschaftlichen Sorten Katalog Art. 9 der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 639/2014 nachgeschaut werden.

Anbau Möglichkeiten für Privatpersonen

Organisationen und Privatpersonen sind natürlich jederzeit dazu berechtigt sich einen Landwirt oder einen Bauern zu suchen, der sowohl die Anmeldung als auch die damit verbundene Betreuung für das Anbaufeld übernimmt. Zudem ist es möglich bei dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gem. § 3 Abs. 2 BtMG einen Erlaubniserteilungsantrag zu stellen,

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